Beförderung – Wenn der Kollege zum Chef wird

Die meisten streben im Berufsleben nach einer Führungsposition. Endlich mal Chef sein und die Anderen arbeiten lassen. Doch was ist, wenn dieser Traum von der Beförderung Realität wird? Plötzlich ist man nicht mehr Kollege, sondern Chef.

Jeder, der bereits so eine Beförderung hinter sich hat weiß, dass sich dann einiges ändert. Chef sein ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Plötzlich hat man nicht nur die Verantwortung für die eigene Arbeit, sondern auch noch für die der Anderen.  Für diejenigen, die das erste Mal „aufsteigen“ sind hier ein paar Punkte, über die man sich schon mal Gedanken machen sollte.

Bekanntgabe durch den Chef

Die Beförderung sollte auf jeden Fall durch den Chef bekannt gegeben werden. Das gibt mehr Rückhalt und wird von den Kollegen besser akzeptiert. Wenn mehrere auf den Chefposten spekuliert haben ist ein Gespräch mit den Anderen notwendig.

Führen muss man lernen

Ein Team zu leiten ist am Anfang immer schwierig. Bevor man von den ehemaligen Kollegen als Vorgesetzter akzeptiert wird, muss man sich erst mal durchsetzen. Wenn man als neuer Chef das erste Mal als Antwort auf eine Arbeitsanweisung ein „Du hast mir gar nichts zu sagen“ oder „Mach´s doch selber“ bekommt ist man erst mal vor den Kopf gestoßen. Wer jetzt zu seinem Vorgesetzten rennt, um sich bei ihm zu beschweren, disqualifiziert sich selbst für die neue Aufgabe. Wenn Sie jedoch der Aufforderung des ehemaligen Kollegen nachkommen und die übertragene Arbeit selbst erledigen, wird das Führungsproblem nur größer.

Besser ist es, diese Unstimmigkeit nicht vor der versammelten Mannschaft zu diskutieren, sondern den widerspenstigen Kollegen zur Seite zu nehmen und mit Ihm ein persönliches Gespräch führen. Fragen Sie nach, wo das Problem liegt. Ist es der verletzte Stolz, weil er bei der Beförderung nicht berücksichtigt wurde, oder gibt es andere Gründe für seine Weigerung.

Ist das Problem nicht zu lösen und der Mitarbeiter weigert sich weiterhin, Ihren Anweisungen zu folgen, sollten Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten agieren. Eine Option wäre, ihn nach Hause zu schicken, damit er sich über sein Verhalten Gedanken machen kann. Eine weitere wäre, ihm eine schriftliche Abmahnung zu erteilen.

Neue Aufgaben

Durch die Beförderung kommen jetzt auch neue Aufgaben auf einen zu. Zum Beispiel Bestellungen machen, Dienstpläne schreiben oder schulen von Mitarbeitern. Die neuen Aufgabengebiete müssen teilweise erst erlernt werden. Das wird für den Anfang etwas stressig, doch diese werden mit der Zeit zur Routine.

Mit Intrigen rechnen

Bei Beförderungen innerhalb eines Betriebes gab es meist mehrere, die sich Chancen auf den Posten erhofft haben. Eine Enttäuschung ist da völlig normal. Bei Mitarbeitern, die Ihnen ins Gesicht sagen, was sie von Ihnen halten, kann man in einem persönlichen Gespräch klären, wo das Problem liegt und es so vielleicht aus der Welt schaffen.
Schwieriger wird es, wenn Mitarbeiter mit Intrigen arbeiten. Dieses Verhalten schadet nicht nur dem neuen Chef, sondern dem gesamten Team und am Ende auch den Gästen.

Chef werden

Die Führungsrolle einnehmen

Seien Sie authentisch! Die Rolle eines Chefs kann man nicht spielen. Versuchen Sie nicht, jemanden zu imitieren sondern finden Sie Ihren eigenen Weg. Ein Vorbild, das Sie mit Ihrem Verhalten beeindruckt hat, kann jedoch eine Hilfe sein.

Gute Chefs befehlen nicht, sie motivieren ihr Team, zusammen die täglich anfallenden Aufgaben zu meistern. Ein gutes Betriebsklima und ein offenes Ohr für die Probleme Ihrer Mitarbeiter bringen Ihnen mit der Zeit den Respekt, den Sie brauchen.


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