Mitarbeiter-Schwund – Lösungen sind gefragt!

Mitarbeiter sind gesuchtEs wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Die Mitarbeiter in der Gastronomie werden immer weniger, doch die Arbeit bleibt die gleiche. Überstunden und Mehrarbeit führen viele Kollegen an ihre Belastungsgrenzen. Viele Mitarbeiter verlassen aus diesem Grund die Gastronomie und suchen sich Jobs in anderen Branchen.

Für die Gastronomie ist dieser Mitarbeiter-Schwund kein neues Problem, deshalb sind Lösungen gefragter den je.

Hier ein paar Ansätze, um dem drohenden Kollaps zu entgehen:

  • Speisekarte anpassen

    Eine große Speisekarte braucht auch viel Personal. Bei akutem Personalmangel sollten die Mitarbeiter nicht noch durch eine große Speisekarte überfordert werden. Dann lieber die Karte auf die Gerichte reduzieren, die gut laufen und die anderen von der Karte nehmen.

  • Nur Menü oder Buffet

    Gerade in Hotels wird ab einer gewissen Gästeanzahl für die Hausgäste ein HP-Buffet oder Menü angeboten. Wenn daran auch die übrigen Hausgäste teilnehmen, wird dadurch die Küche und der Service entlastet.

  • Ruhetage und Betriebsferien

    Wenn schon nicht genug Mitarbeiter da sind, dann kann man durch einen oder zwei Ruhetage wenigstens schon mal die freien Tage abdecken. Das erleichtert die Dienstplanung und Ihre Mitarbeiter haben eine feste Zeit, um sich zu erholen. Das gleiche gilt für Betriebsferien, in denen Ihre Mitarbeiter einen Teil von ihrem Jahresurlaub nehmen können.

  • Convenience-Produkte als Unterstützung

    Geschnittenes Gemüse, geputzte Salate oder auch vor portionierte Steaks können die Produktionszeiten verkürzen, wodurch unter Umständen auch die tägliche Arbeitszeit reduziert werden kann.
    Im Notfall gibt es auch vorproduzierte Gerichte, die nur noch erwärmt werden müssen. Dies ist aber nicht wirklich empfehlenswert, da Ihr Haus dadurch die eigene Identität verliert!

  • Veranstaltungen ablehnen

    Es hört sich im ersten Moment etwas verrückt an, da jeder Chef weiß, wie wichtig der Umsatz für sein Unternehmen ist. Leider vergessen manche aber, dass die Arbeit auch gemacht werden muss. Es ist wichtig, sich auch daran zu orientieren, was die Mitarbeiter im Stande sind zu leisten. Ein Chef, der das auf Dauer ignoriert, wird sich bald ganz ohne Personal wieder finden!

  • Auf Personalvermietung zurückgreifen

    Zeitarbeitsfirmen haben sich darauf spezialisiert, Mitarbeiter für kurzfristige Engpässe oder Auftragsspitzen zur Verfügung zu stellen. Das darf aber nicht zur Dauerlösung werden.
    Externe Mitarbeiter können niemals ein funktionierendes und eingespieltes Team ersetzen!

  • Auf Mitarbeiter eingehen

    Jeder Mitarbeiter hat Freunde und Familie. Für viele Chefs ist es leider selbstverständlich, dass bei viel Geschäft auch die Mitarbeiter mehr arbeiten. Kurzzeitig ist dies meist sogar möglich, doch auf Dauer wird das kein Mitarbeiter gerne mitmachen und sich über kurz oder lang einen neuen Arbeitsplatz suchen.

Es gibt viele Spekulationen, wie es in der Zukunft mit der Gastronomie aussieht, eine positive ist aber leider nicht dabei. Eine paar Ideen, wie Sie Ihre aktuellen Mitarbeiter eventuell halten  können, finden Sie hier.

Wenn Ihr eine Idee habt, wie man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann, schreibt es unten in die Kommentare.

 


Kommentare

Mitarbeiter-Schwund – Lösungen sind gefragt! — 6 Kommentare

  1. Ein ganz wichtiger Punkt ist der Einsatz moderner Technik und moderner Produktionsmethoden.

    In lauen Zeiten kann man mit Hilfe von Techniken zur Eigen-Convenience vorproduzieren und dann im à-la-carte-Geschäft finishen.

    Produktionsverfahren muss man auch ständig überarbeiten und neu denken. Dann kommt man mit deutlich weniger Personal aus, und das Arbeiten wird zudem leichter und auch hygienischer.

  2. Employer Branding:
    Benefits für die Mitarbeiter andenken
    Mitarbeiterbindung durch Bonussystem
    Teilzeitmodelle anbieten – es gibt doch einige Mütter die gerne am Abend arbeiten, wenn der Mann Zuhause ist und die Kinder dadurch betreut sind.

  3. Grundsätzlich müssen wir endlich mal für das „Essengehen“ bezahlen was es auch Wert ist. Leider sieht das der Großteil der Gäste nicht. Motoröl für 40 € der Liter, aber das Schnitzel darf nicht mehr als 10 € kosten.
    Erst wenn die Gäste dazu bereit sind, haben viele Gastronomen eine Chance mehr in ihre Mitarbeiter zu investieren. Dies setzt voraus, dass Sie auch wissen wie man mit Mitarbeitern umgeht und an sich bindet. Gleichzeitig muss der Ausbildungsberuf in der Gastronomie attraktiver werden und den jungen Menschen neben der beruflichen auch eine private Perspektive bieten.
    Schon jetzt können sich die guten Köche und Servicekräfte in der Regel ihren Arbeitsplatz aussuchen, aber es wird keine 10 Jahre mehr dauern und man wird sich als Arbeitgeber kaum noch Fachpersonal leisten können.

    Am Ende hängt einfach vieles vom Gast ab …

    • Hoffentlich ändert sich vorher noch etwas an diesem System, sonst sieht es wirklich düster aus. Vielen Dank für Ihren Kommentar.

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