Arbeitszeugnis – Wohlwollen hat Grenzen

ArbeitszeugnisBundesarbeitsgericht Berlin 18.11.2014 – Eine Arbeitnehmerin war mit Ihrer Beurteilung im Arbeitszeugnis nicht zufrieden und verlangte von Ihrem Ex-Arbeitgeber, den Wortlaut zu ändern. Das Zeugnis hatte eine übertragene Bewertung der Schulnote »befriedigend« (zur vollen Zufriedenheit). Das Bundesarbeitsgericht entschied, dass die Arbeitnehmerin nachweisen muss, dass Ihre Leistung einer besseren Note entsprach.

Bessere Beurteilung muss bewiesen werden.

Das BAG vertrat in Ihrem Urteil die Auffassung, dass die mittlere Schulnote durchaus ausreichend ist, auch wenn es in der Branche üblich ist, Zeugnisse mit besserer Bewertungen auszustellen. Um eine bessere Beurteilung zu erhalten muss die Arbeitnehmerin einen Nachweis erbringen, wonach sie die geforderten Aufgaben »gut« beziehungsweise »sehr gut« erledigt hatte.

Gutes Arbeitszeugnis braucht Nachweis

Das BAG hob das vorangegangene Urteil vom Landesarbeitsgericht auf und hat die Sache wieder zurück verwiesen. Nun liegt es an der ehemaligen Mitarbeiterin dort nachzuweisen, dass sie eine bessere Bewertung verdient hat und an Ihrem Ex-Arbeitgeber, ihre Einwände vorzutragen.

Wohlwollend muss der Wahrheit entsprechen

Auch wenn jedem Arbeitnehmer nach seinem Ausscheiden ein Anspruch auf ein Arbeitszeugnisses zusteht, muss der Arbeitgeber bei der Beurteilung bei der Wahrheit bleiben. Wer dem Grundsatz des Wohlwollens (§ 109 Abs. 2 Satz 2 GewO) entsprechen möchte darf dennoch kein Gefährlichkeitszeugnis ausstellen.

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